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Das Weinjahr geht zur Neige

Dienstag, 2. Dezember 2008 | Autor:

 Ein spannender Jahrgang mit versöhnlichem Ende

Spätestens seit der Kaltlufteinbruch der vergangenen Tage die letzten Blätter von den Reben gefegt hat, halten unsere Weinstöcke ihren wohlverdienten Winterschlaf.

Nichts erinnert heute mehr daran, dass wir die Weinlese erst am 17. November abgeschlossen haben. Aber der Reihe nach:

Warm und feucht

Winter und Frühling des Weinjahres 2008 waren nicht besonders auffällig. Erst nach der Blüte Anfang Juni etablierte sich eine recht ungewöhnliche Wetterlage.

Bis Mitte August folgten kaum drei oder vier Tage ohne einen mehr oder weniger ergiebigen Regen aufeinander. Das führte sogar dazu, dass der Wasserstand des Neusiedlersees mitten im Sommer stieg, obwohl allein an einem einzigen heißen Tag bis zu einem Zentimeter Seewasser verdunstet!

Trotz des Regens waren die Sommermonate aber überwiegend warm, was nicht nur unsere Reben, sondern auch den schädlichen Mehltau freute.

Dank sorgfältiger Arbeit im Weingarten kamen wir aber mit einem blauen Auge in Form von einzelnen befallenen Blättern davon. Mitte August war die Lage trotz des nicht gerade idealen Sommers also durchaus zufriedenstellend.

Ein schöner Spätsommer

Was dann folgte, war ein Altweibersommer wie aus dem Bilderbuch. Vier trockene, milde Wochen ließen die Trauben wunderbar heranreifen, sodass wir schon am 9. September mit der Lese beginnen konnten.

Nach der Ernte von Muskat und Zweigelt endete der Spätsommer allerdings so abrupt, wie er begonnen hatte. Innerhalb von drei Tagen sanken die Temperaturen von 28 auf 8°C. Jetzt machte sich die sorgfältige Sommerarbeit erneut bezahlt, denn das letzte Quentchen Reife war bei den Spätsorten nur mit kontrolliertem Ertrag und gesunden Reben zu erzielen.

Nach einigen Wochen nervenaufreibender Wartezeit belohnte uns die Natur am Ende dann sogar noch mit einer schönen Beerenauslese.

Fruchtig-frische Weine

Auch wenn es noch etwas früh ist, läßt sich schon sagen, dass die Weine des Jahrgangs 2008 auffallend fruchtbetont sind. Ihr Säuregehalt ist etwas höher, als der ihrer Vorgänger aus dem Jahr 2007 und erinnert mit seiner Eleganz und lebendigen Frische eher an den sehr guten Jahrgang 2006.

Hier können Sie übrigens die Weinlese 2008 auch im Nachhinein noch hautnah Revue passieren lassen.

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Thema: Grenzhof-News

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