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Lagen

Durch die früher übliche Erbteilung ist unser Weingartenbesitz in viele kleine Parzellen in fast allen Mörbischer Rieden zersplittert. Seit den 1970er Jahren versuchen wir durch Tausch, Zu- und Verkauf von Weingärten unsere Grundstücke zu vergrößern und unsere Weingärten auf die besten Hanglagen zu konzentrieren.

Heute bewirtschaften wir bei rund 10 ha Gesamtfläche fast 30 einzelne Weingärten, was einen lagenreinen Ausbau einer Sorte nur in Einzelfällen sinnvoll erscheinen läßt. Trotzdem unterschätzen wir nicht den Einfluß der Lagen auf den Charakter des Weines und so möchten wir Ihnen hier unsere wichtigsten Lagen vorstellen:

Mörbischer Goldberg

Der Goldberg, 1382 als Golthperg erstmals urkundlich als Weingarten erwähnt, ist eine unserer besten und zugleich größten Weinbaulagen. Der lange sanfte Osthang in zweiter Hangstufe mit seinen mittelschweren Böden auf Schieferuntergrund ist eine universelle Lage, in der die Trauben immer einen sehr hohen Reifegrad erreichen.

Der obere Teil ist durch den angrenzenden Wald von St. Margarethen etwas windgeschützt. Wir haben am Goldberg Blaufränkisch, Zweigelt, Muskat Ottonel und Chardonnay gepflanzt.

Mörbischer Wieser

Auch diese Lage, die in erster Hangstufe unterhalb des Goldbergs liegt, zählt zu den ganz alten Weinbaurieden der Gegend. 1383 als Weinberg in der Wiesen erstmals erwähnt beginnt diese Lage bereits kurz vor Rust und zieht sich entlang der Bundesstraße als kurzer Osthang über etwa drei Kilometer Richtung Mörbisch.

Die Wieser sind durch eine Böschung am oberen Ende gut windgeschützt und zählen zu den frühesten und besten Lagen. Der Boden ist tiefgründig aber sehr abwechslungsreich. Das Spektrum reicht von fast kalkfreien sehr sandigen Braunerden bis zu lehmigen, kalkreichen Schwarzerdeböden.

Diese Vielfalt ist auch der rund dafür warum wir in dieser Lage so verschiedene Sorten wie Pinot blanc, Chardonnay, Muskat Ottonel, Traminer, Zweigelt und Cabernet Sauvignon gepflanzt haben. Die Wieser sind auch eine unserer besten Süßweinlagen, in der regelmäßig Edelfäule auftritt.

Mörbischer Seeäcker

In unmittelbarer Nähe zum Ort liegt ähnlich wie der Wieser in erster Hangstufe die Lage Seeäcker. Der Teil nördlich des Ortes weist tiefgründige lehmig-kalkige Braun- und Schwarzerden auf und ist daher ideal für den Blaufränkisch.

Mörbischer Steiner

1457 als „Auf den Stainen“ erstmals erwähnt, liegt diese Lage oberhalb der Seeäcker, nördlich des Ortes in zweiter Hangstufe. Der sandige, trockene Boden ist sehr hitzig, die Reben treiben hier besonders früh und die Trauben reifen sehr früh aus. Hier erreicht unser Traminer regelmäßig eine hohe Reife und einen besonders intensiven Sortencharakter. Eine Parzelle ist seit 2000 auch mit Blaufränkisch bepflanzt.

Mörbischer Hader

Diese Lage, 1435 erstmals als Hadmer genannt, schließt oberhalb der Seeäcker als leichter Osthang an den Steiner an und dreht im oberen Teil vis a vis vom Altenberg nach Westen. Der Südteil ist sandig-schottrig und sorgt für besonders reife Trauben. Hier haben wir 1999 Cabernet Sauvignon gepflanzt.

Im oberen Teil wird der Boden lehmig-schottrig und die Lage etwas kühler. Unser Blaufränkisch hier wird elegant und fein bei ausgeprägter Würze.

Mörbischer Altenberg

Der Südhang und die Hügelkuppe dieser Lage wurde bereits 1397 als Altenperg erstmals urkundlich erwähnt. Wegen des kalkhaltigen Lehmbodens ist der Altenberg prädestiniert für den Blaufränkisch, der hier immer besonders dicht und würzig wird.

Nach mehrjähriger Brache zur Bodenerholung haben wir unsere Parzelle 2016 wieder mit Blaufränkisch bepflanzt.

Mörbischer Haderwald

Die Ried Haderwald liegt oberhalb von Altenberg und Hader auf einer Art Plateau im Hügelland. In den 1920er-Jahren wurde hier der Eichenwald gerodet und der Boden urbar gemacht. Aus diesem Grund wird diese Lage oft auch Waldacker genannt.

Der Boden ist hier besonders karg und steinig, und wegen der größeren Entfernung zum See reifen die Trauben in dieser Lage speziell im oberen Teil später als in anderen Lagen. Der meist höhere Säuregehalt der Trauben erweist sich für fruchtig-duftige Weißweine als besonders günstig, und so haben wir hier Pinot blanc und Grünen Veltliner gepflanzt. Aber auch der frühreife Zweigelt macht eine gute Figur.

Unmittelbar südlich dieser Lage liegt die mit Grünem Veltliner bestockte Ried Birnheide, die den Waldäckern sehr ähnlich ist. Anschließend folgen die Lagen Teilung und Haidacker, wo auf sandigem Boden Welschriesling gedeiht.

In der Ebene am Ufer des Neusiedlersees bewirtschaften wir kleinere Parzellen in den Rieden Hof-, Satz- und Bauwiesörter und Wasser. Auf den kalkreichen Schwarzerdeböden gedeihen Zweigelt, Chardonnay, Muskat Ottonel, Grüner Veltliner und Welschriesling. Wegen der erhöhten Frostgefahr und dem hohen Wasserstand des Sees ziehen wir uns aber mittelfristig von diesen Lagen zurück.

Die Vielzahl unserer Lagen erschwert zwar deren Bewirtschaftung, aber sie gibt uns auch die Möglichkeit, verschiedene Sorten unter jeweils optimalen Bedingungen pflanzen zu können. Oft ergänzen sich dabei zwei Lagen in ihren Eigenschaften und ergeben so besonders vielschichtige Weine.

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